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Louisiana und Texas verschärfen Zutatenhinweise

SB 14 und SB 25 bringen QR-Infos, Warnlabels und strengere Regeln fürs Schulessen – mit Startpunkten ab 2025 sowie weiteren Stufen 2027/2028.

Louisiana und Texas ziehen bei Zutatenhinweisen die Zügel an – mit neuen Pflichten für Lebensmittelhersteller und teils auch Gastronomie. Louisiana unterzeichnete SB 14 am 20. Juni 2025, Texas SB 25 am 22. Juni 2025. Erste Regeln starten am 1. September 2025, weitere folgen 2027 und 2028. Wer sich generell für Regulierung und Inhaltsstoff-Transparenz interessiert, findet dazu auch ein EU-Beispiel in unserem Beitrag EU verbietet 21 CMR-Stoffe in Kosmetika ab 2025.

Louisiana SB 14: QR-Code ab 2028, neue Schulessen-Regeln und Seed-Öl-Disclaimer

Regal mit verpackten Lebensmitteln, Nahaufnahme einer Packung mit kleinem quadratischen Codefeld

Louisianas Gouverneur Jeff Landry hat SB 14 am 20. Juni 2025 unterzeichnet. Das Gesetz setzt auf mehr Offenlegung bei bestimmten Zutaten und verschärft Vorgaben für Schulmahlzeiten. Zentrale Teile sind auf den 1. Januar 2028 sowie das Schuljahr 2028/29 terminiert.

Ab 1. Januar 2028 müssen verpackte Lebensmittel, die in Louisiana verkauft werden und eine der 44 im Gesetz genannten Zutaten enthalten (genannt werden u. a. Kaliumbromat, verschiedene Farbstoffe, Aspartam, Sucralose), einen QR-Code tragen. Direkt daneben muss stehen, dass zusätzliche Zutateninfos per Scan verfügbar sind. Die verlinkte Seite muss den Hinweis enthalten: „NOTICE: This product contains [insert ingredient here]. For more information about this ingredient, including FDA approvals, click HERE.“ Zusätzlich ist ein Link zur FDA-Seite zur chemischen Lebensmittelsicherheit vorgeschrieben.

Für Schulmahlzeiten gilt ab 2028/29: Öffentliche Schulen und staatlich finanzierte nichtöffentliche Schulen dürfen keine Mahlzeiten mit 15 genannten Zutaten servieren, darunter bestimmte Farbstoffe, Kaliumbromat, Acesulfam-K, Aspartam und Sucralose. Ausgenommen sind Verkäufe an Kiosken und Automaten.

Ebenfalls ab 1. Januar 2028 müssen Gastronomiebetriebe, die Seed Oils wie Raps- oder Maisöl verwenden, die mögliche Anwesenheit per Disclaimer auf der Speisekarte oder an gut sichtbarer Stelle offenlegen. Ergänzend enthält SB 14 eine Fortbildungspflicht: Ärzt:innen, Physician Assistants und Advanced Practice Registered Nurses in bestimmten Fachbereichen müssen mindestens eine Stunde Weiterbildung zu Ernährung und metabolischer Gesundheit alle vier Jahre absolvieren.

Warum das auch für Beauty- und Wellnesskundschaft relevant ist: Der Schritt zeigt, wie stark „Wellness“-Themen inzwischen über Ernährungspolitik und Kennzeichnung reguliert werden – und damit, welche Begriffe und Inhaltsstoffe im Alltag sichtbarer werden.

Texas SB 25: Warnhinweise ab 2027 für neue Labels, Start 1.9.2025

Texas verschärft mit SB 25 („Make Texas Healthy Again“) die Kennzeichnung bestimmter Inhaltsstoffe. Gouverneur Greg Abbott unterzeichnete das Gesetz am 22. Juni 2025; es tritt am 1. September 2025 in Kraft. Betroffen sind Hersteller von Lebensmitteln, die in Texas zum Verkauf angeboten werden.

Kernpunkt ist ein verpflichtender Warnhinweis, wenn ein Produkt einen von 44 genannten Inhaltsstoffen enthält. Der Text muss lauten: „WARNING: This product contains an ingredient that is not recommended for human consumption by the appropriate authority in Australia, Canada, the European Union, or the United Kingdom.“ Die Pflicht gilt allerdings nur für Produktlabels, die am oder nach dem 1. Januar 2027 entwickelt oder urheberrechtlich geschützt wurden.

SB 25 sieht außerdem ein „Texas Nutrition Advisory Committee“ vor, das Ernährungsleitlinien für Einwohner:innen erarbeiten soll. Dazu kommt eine Bundesrechts-Ausnahme („federal preemption“): Kein Warnlabel ist erforderlich, wenn FDA oder USDA per Gesetz oder Regel unter anderem die Nutzung verbieten, Bedingungen festlegen, Sicherheit bestätigen oder bestimmte Labelangaben zu (ultra-)verarbeiteten Lebensmitteln verlangen.

Auch Texas verankert Fortbildungspflichten zu Ernährung und metabolischer Gesundheit für Ärzt:innen und weitere Gesundheitsberufe; die genaue Stundenzahl soll die zuständige Stelle festlegen.

Louisiana setzt auf QR-Zusatzinfos und strengere Schulmahlzeiten ab 2028/29. Texas startet formal 2025, koppelt Warnlabels aber an neue Etiketten ab 2027. Zusammen unterstreichen beide Gesetze den Trend zu mehr Zutaten-Transparenz in den USA. Ähnlich wichtig ist Transparenz im Kleinen oft auch im Beauty-Alltag – zum Beispiel, wenn man sich vor einer Behandlung über Ablauf und eingesetzte Produkte informiert, etwa bei klassischen Gesichtsbehandlungen.

Wenn Sie solche Entwicklungen rund um Regulierung, Konsum und Gesundheit gern kompakt verfolgen, lohnt sich ein Blick in unsere kurzen Wochen-Updates mit News an dieser Schnittstelle.

Im Blog finden Sie außerdem weitere kurze News-Updates zu Regulierung und Verbrauchertrends.

Louisiana und Texas verschärfen Zutatenhinweise
Maria Petrenko 16 февраля 2026 г.
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