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Microneedling oder Nanoneedling – welche Intensität passt zu deinem Hautbild?

Zwei Methoden, unterschiedliche Tiefen: Worauf es bei der Wahl der passenden Needling-Behandlung ankommt.

Manche Hautthemen sitzen tief unter der Oberfläche – andere betreffen nur die äußerste Schicht. Und genau das macht den Unterschied, ob Microneedling oder Nanoneedling die bessere Wahl für dein Hautbild ist. Beide Methoden setzen auf feine Spitzen, die die Haut zur Erneuerung anregen. Aber sie arbeiten in ganz unterschiedlichen Tiefen. Wenn du verstehst, woher dein Anliegen eigentlich kommt, kannst du eine klügere Entscheidung treffen – und sparst deiner Haut gleichzeitig unnötigen Stress.

Was die Eindringtiefe ausmacht – der wichtigste Unterschied zwischen beiden Methoden

Infografik der unterschiedlichen Eindringtiefen von Microneedling und Nanoneedling in die Hautschichten

Deine Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut. Ganz außen sitzt die Epidermis – eine dünne Schutzschicht, die deinen Körper vor äußeren Einflüssen bewahrt. Darunter liegt die Dermis, wo Kollagen- und Elastinfasern für Festigkeit und Elastizität sorgen. Beide Schichten sind bei Needling-Behandlungen entscheidend.

Microneedling nutzt feine Nadeln, die meistens zwischen 0,5 und 2,5 mm lang sind. Sie dringen bis in die Dermis vor und setzen dort kleine, gezielte Verletzungen. Dein Körper startet daraufhin Reparaturprozesse und bildet frisches Kollagen und Elastin. Genau das macht die Methode bei tiefer liegenden Hautthemen wie deutlichen Narben, stärkeren Falten oder Dehnungsstreifen so wirkungsvoll.

Nanoneedling funktioniert ganz anders. Die Spitzen – oft aus Silizium – sind kürzer als 0,3 mm und bleiben in der oberen Epidermis. Tiefe Kanäle entstehen hier nicht. Stattdessen öffnen sich feinste Nano-Kanäle, über die Pflegewirkstoffe aus Seren besonders gut in die Haut eingeschleust werden.

Der springende Punkt: Je tiefer die Spitzen reichen, desto stärker reagiert das Gewebe – und desto mehr Erholung braucht die Haut danach. Nanoneedling bleibt bewusst an der Oberfläche und ist die schonendere Variante. Microneedling greift tiefer ein und zählt als das intensivere Verfahren. Dieser Unterschied bei der Eindringtiefe erklärt auch, warum beide Methoden trotz des ähnlichen Namens ganz verschiedene Bereiche abdecken.

Welches Hautthema braucht welche Methode?

Frau berührt sanft ihre Wange bei der Überlegung zur passenden Needling-Behandlung

Nicht jedes Anliegen braucht die gleiche Tiefe. Die entscheidende Frage ist: Liegt das Problem in der Dermis – oder zeigt es sich vor allem an der Hautoberfläche?

Ausgeprägte Aknenarben, tiefere Falten und Dehnungsstreifen haben ihren Ursprung in der Dermis. Microneedling kommt genau dort hin und setzt intensive Regeneration in Gang. Die Haut braucht danach aber etwas mehr Zeit, um sich zu erholen – leichte Rötungen über ein bis zwei Tage sind völlig normal.

Bei oberflächlichen Anliegen sieht es anders aus. Ein fahler Teint, feine Linien, leichte Pigmentflecken oder vergrößerte Poren betreffen vor allem die Epidermis. Hier kommt Nanoneedling ins Spiel: Die Behandlung ist sanft, und die Haut beruhigt sich meistens schon nach wenigen Stunden. Gleichzeitig verbessert sich die Aufnahme von Pflegewirkstoffen spürbar.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Empfindlichkeit deiner Haut. Sensible Haut, die schnell mit Rötungen oder Reizungen reagiert, kommt mit Nanoneedling oft viel besser klar. Robustere Hauttypen mit tiefer liegenden Themen profitieren eher von der intensiveren Variante.

Manchmal zeigt ein Hautbild beides gleichzeitig – zum Beispiel leichte Pigmentierung zusammen mit narbigen Vertiefungen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, beide Methoden gezielt zu kombinieren. Die passende Intensität richtet sich am Ende nach dem individuellen Hautzustand, und eine persönliche Einschätzung ist ein guter Startpunkt dafür.

Ob Microneedling oder Nanoneedling besser zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wo dein Hautanliegen seinen Ursprung hat. Tiefere Narben und ausgeprägte Falten sprechen für die intensivere Methode – mit etwas mehr Erholungszeit. Oberflächliche Themen wie ein matter Teint oder feine Poren lassen sich mit der sanfteren Variante oft schon gut angehen. Wie empfindlich deine Haut ist, spielt dabei eine genauso große Rolle. Ein persönliches Beratungsgespräch hilft, die richtige Intensität zu finden – abgestimmt auf das, was deine Haut wirklich braucht.

Bei Mary4Beauty werden Needling-Behandlungen individuell auf den jeweiligen Hautzustand abgestimmt – von sanftem Nanoneedling bis hin zur intensiveren Microneedling-Variante. Wenn du herausfinden möchtest, welche Intensität für deine Haut die richtige ist, kannst du ganz unkompliziert eine persönliche Beratung vereinbaren.

Microneedling oder Nanoneedling – welche Intensität passt zu deinem Hautbild?
Maria Petrenko 27. Februar 2026
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