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Parabene in Kosmetik: EU-Grenzwerte gelten als sicher

BfR und SCCS sehen bei erlaubten Mengen kein Gesundheitsrisiko – für Produkte für Kinder unter drei Jahren gelten zusätzliche Verbote und Limits.

BfR und SCCS stufen Parabene in Kosmetik innerhalb der EU-Grenzwerte als sicher ein. Ein Utopia-Artikel, zuletzt überarbeitet am 14.01.2026, fasst die Bewertungen zusammen und erklärt, warum bei Produkten für Säuglinge und Kleinkinder strengere Regeln greifen.

Parabene: Wofür sie genutzt werden – und warum sie umstritten sind

Stillleben mit Creme, Lotion und Lippenstift auf einem Badezimmerregal

Parabene sind Konservierungsstoffe. Sie kommen in Kosmetik vor und auch in Medikamenten. Chemisch handelt es sich laut Utopia um Salze und Ester der para-Hydroxybenzoesäure. Sie wirken antibakteriell und verlängern die Haltbarkeit, etwa bei Cremes, Lotionen, Lippenstiften, Duschlotionen und Sonnenmilch – also bei Produkten, die auch in klassischen Gesichtsbehandlungen häufig eine Rolle spielen.

Im Vergleich zu vielen anderen Konservierungsmitteln gilt ihr Allergierisiko als eher gering. Für Kosmetika sind dem Artikel zufolge Methyl-, Ethyl-, Propyl- und Butylparaben zugelassen.

Kritik dreht sich vor allem um mögliche hormonelle Effekte. Das BfR schrieb 2011, dass vor allem die längerkettigen Butyl- und Propylparabene in Labortests (in vitro) östrogenartige Aktivität zeigen. Studien an lebenden Organismen (in vivo) liefern laut Artikel uneinheitliche Ergebnisse; insgesamt werde die hormonelle Aktivität als sehr gering beschrieben.

Auch eine mögliche Anreicherung im Körper wird häufig angesprochen. Parabene können über die Haut aufgenommen werden, sollen sich laut Artikel aber nicht anreichern; der Großteil werde nach 24 Stunden ausgeschieden.

In der Krebsdebatte wird oft eine britische Studie von 2004 genannt, die Parabene in Brustkrebs-Tumorgewebe nachwies. Das BfR betonte 2011, das sei kein Beleg dafür, dass Parabene Brustkrebs verursachen; ein eindeutiger Zusammenhang sei bis heute nicht ersichtlich.

EU-Grenzwerte und Kinderregeln: Was erlaubt ist – und was verboten wurde

Laut dem überarbeiteten Utopia-Artikel (Stand 14.01.2026) erlaubt die EU-Kommission Parabene in Kosmetik nur in sehr geringen Mengen. Begründung: Nicht alle Wirkungen am Menschen seien vollständig erforscht. Für Säuglinge und kleine Kinder gelten zusätzliche Einschränkungen.

Die im Artikel genannten Grenzwerte: Methyl- und Ethylparaben bis 0,4 Prozent, Propylparaben bis 0,19 Prozent und Butylparaben bis 0,14 Prozent. Butylparaben ist demnach in Babykosmetik für Säuglinge unter drei Jahren verboten.

Komplett untersagt sind in Kosmetik laut Artikel Isopropyl- und Isobutylparaben sowie Phenyl-, Benzyl- und Pentylparaben.

Das BfR verweist in einem FAQ darauf, dass das Risiko damit „so gering wie möglich“ gehalten werden solle. Innerhalb der Richtwerte seien laut Empfehlung des Wissenschaftlichen Ausschusses Verbrauchersicherheit (SCCS) keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten. Wer Inhaltsstofflisten im Alltag zusätzlich mit Tools abgleicht, findet dazu auch eine Einordnung, wie Apps Inhaltsstoffe per Barcode scannen – und wo ihre Grenzen liegen.

Für Kinder unter drei Jahren gilt seit 2015 zusätzlich ein Verbot für Butyl- und Propylparaben in nicht abwaschbaren Produkten, etwa Cremes im Windelbereich. Das BfR-FAQ (2024) nennt zudem: Methylparaben bis 0,4 Prozent einzeln oder bis 0,8 Prozent im Gemisch ohne Einschränkungen in allen Kosmetika.

Eine SCCS-Stellungnahme (2025) bewertet 0,14 Prozent Butylparaben in einem einzelnen Produkt (z. B. Creme oder Zahnpasta) als sicher, weist aber darauf hin, dass die gleichzeitige Nutzung mehrerer Produkte die Risiken erhöhen könne. Auch deshalb bleibt die Debatte im Alltag präsent – gerade dort, wo viele Produkte nacheinander genutzt werden, etwa in der apparativen Kosmetologie oder im Spa.

Der Artikel betont außerdem: „Parabenfrei“ ist nicht automatisch die bessere Wahl. Als Ersatz würden teils mehr Alkohol (Austrocknung) oder ätherische Stoffe (Allergien) eingesetzt.

Die Einordnung von BfR und SCCS verschiebt die Parabene-Debatte weg von Grundsatzfragen hin zu Mengen, Produktgruppen und Kombinationen. Für Salon- und Spa-Kundschaft ist das vor allem bei Kinderprodukten und bei mehreren gleichzeitig genutzten Pflegeprodukten relevant.

Wenn du Inhaltsstoffe künftig etwas leichter einordnen möchtest: mary4.beauty bietet verständliche Hintergrundinfos zu Kosmetik-Inhaltsstoffen und hilft dabei, Produktangaben und Bewertungen ruhiger zu bewerten.

So lässt sich Schritt für Schritt mehr zu Inhaltsstoffen verstehen und im Alltag besser einordnen – auch über Parabene hinaus.

Parabene in Kosmetik: EU-Grenzwerte gelten als sicher
Maria Petrenko 18 января 2026 г.
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