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Sichtbar glatter, aber nicht makellos – so wirkt Microneedling bei Aknenarben

Welche Verbesserungen nach drei bis vier Sitzungen realistisch sind, was die Nachsorge erfordert und wann erste Ergebnisse sichtbar werden.

Aknenarben gehen so gut wie nie von selbst weg – das wissen die meisten aus eigener Erfahrung. Viele wünschen sich glattere Haut, wollen aber auch nicht auf leere Versprechen hereinfallen. Microneedling hat sich als eine Methode bewährt, mit der eingesunkene Narben sichtbar besser werden können. Zwischen dem, was in der Werbung steht, und dem, was tatsächlich passiert, gibt es aber oft einen deutlichen Unterschied. Wer weiß, was nach drei bis vier Sitzungen realistisch drin ist und wie die richtige Nachsorge aussieht, geht viel entspannter ins erste Beratungsgespräch.

Was Microneedling bei Aknenarben bewirkt – und was Untersuchungen dazu sagen

Einfache Infografik mit drei Formen, die den schrittweisen Glättungseffekt von Microneedling bei Aknenarben darstellen

Das Prinzip hinter der apparativen Microneedling-Behandlung ist eigentlich verblüffend simpel: Feine Nadeln setzen winzige Verletzungen in der Haut – sogenannte Mikrokanäle. Dein Körper reagiert darauf mit seinen eigenen Reparaturmechanismen und bildet verstärkt Kollagen. Dieses wichtige Protein verleiht deiner Haut ihre Struktur und Festigkeit.

Bei atrophen Aknenarben – das sind die typischen kleinen Vertiefungen, die nach entzündlicher Akne zurückbleiben – ist genau dieser Mechanismus der entscheidende Hebel. Untersuchungen zeigen, dass nach dem Needling verschiedene Kollagentypen im behandelten Gewebe zunehmen. Die Veränderung passiert also nicht nur oberflächlich, sondern reicht gezielt in tiefere Hautschichten.

Es gibt dazu konkrete Zahlen aus klinischen Studien: In einer Untersuchung sank der Aknenarben-Score im Schnitt von 7,0 auf 4,5 Punkte innerhalb von sechs Monaten. Rund 91 Prozent der Teilnehmenden konnten eine sichtbare Verbesserung feststellen. Komplett verschwunden sind die Narben aber bei den wenigsten, was unterstreicht, dass realistische Erwartungen wichtig sind.

Im Vergleich zu anderen Verfahren steht Microneedling sehr gut da. Fachpublikationen berichten von einer ähnlichen Wirksamkeit wie bei einem fraktionierten Erbium-Laser, häufig jedoch bei einer besseren Verträglichkeit. Auch im Vergleich mit bestimmten Wirkstoffen wie Tazaroten-Gel fallen die Ergebnisse ähnlich positiv aus.

Unterm Strich ergibt sich ein ehrliches Bild: Microneedling kann das Narbenbild merklich verbessern. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt allerdings vom Narbentyp, der Tiefe und deiner individuellen Hautbeschaffenheit ab. Belastbare Langzeitdaten fehlen zum Teil noch, um Behandlungsparameter und mögliche Kombinationen noch präziser einschätzen zu können.

Ablauf, Nachsorge und wie lange du einplanen solltest

Eine Microneedling-Sitzung läuft meist nach einem bewährten Schema ab. Zuerst wird die Haut gründlich gereinigt, danach kommt in der Regel eine betäubende Creme zum Einsatz, um die Anwendung angenehmer zu machen. Anschließend bringt ein spezielles Gerät – häufig ein Dermapen – feine Nadeln in die Hautoberfläche ein. Bei Aknenarben im Gesicht werden dabei oft Nadellängen bis zu 1,5 mm verwendet. Eine solche Sitzung dauert je nach Areal ungefähr 20 bis 45 Minuten.

Danach ist die Haut typischerweise leicht gerötet oder etwas geschwollen, was aber normalerweise innerhalb weniger Tage abklingt. In dieser Heilungsphase ist eine beruhigende Pflege besonders wichtig: Feuchtigkeit spenden, konsequent Sonnenschutz auftragen und auf alles verzichten, was die Haut zusätzlich reizen könnte. Deine Haut braucht in diesen Tagen einfach Ruhe, damit die Regeneration richtig anlaufen kann.

Beim Zeitplan gehen die meisten Praxen von etwa drei Behandlungen aus, jeweils im Abstand von vier bis sechs Wochen. Erste sichtbare Veränderungen zeigen sich oft schon nach drei bis vier Wochen. Die volle Wirkung durch die gesteigerte Kollagenbildung baut sich jedoch über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten auf – wie so oft bei der Langzeit-Wirkung von Hautpflege brauchst du also ein wenig Geduld.

Wie deutlich die Verbesserung am Ende tatsächlich ausfällt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Der Narbentyp, die grundsätzliche Beschaffenheit deiner Haut und die Anzahl der Sitzungen spielen dabei eine klar spürbare Rolle.

Microneedling bietet somit eine realistische Chance, Aknenarben sichtbar zu glätten – nicht makellos, aber deutlich spürbar. Drei bis vier Sitzungen über mehrere Wochen verteilt bilden den üblichen Rahmen, und die finale Strukturverbesserung baut sich Schritt für Schritt über Monate auf. Eine konsequente Nachsorge mit ausreichend Feuchtigkeit und Sonnenschutz unterstützt den Regenerationsprozess dabei enorm.

Wer vorher den eigenen Narbentyp kennt und offene Fragen im Beratungsgespräch anspricht, kann die Behandlung viel gelassener angehen – mit Erwartungen, die auch wirklich zur Realität passen. Genau hier setzen wir als Mary4Beauty an: Als professionelles Beauty-Studio bieten wir dir eine individuelle Beratung und exakt auf dich abgestimmte Hautpflege-Behandlungen, um deine Haut bestmöglich zu unterstützen.

Du möchtest in Ruhe herausfinden, ob Microneedling für deine individuellen Hautbedürfnisse geeignet ist? Vereinbare gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch – gemeinsam schauen wir uns an, welche realistischen Möglichkeiten es für dich und ein glatteres Hautbild gibt.

Sichtbar glatter, aber nicht makellos – so wirkt Microneedling bei Aknenarben
Maria Petrenko 26. Februar 2026
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