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Beauty-Trends 2026: Natürlichkeit und „Salmon-Sperm“

Dermatologe Daniel Fuchs nennt nach dem Imcas-Kongress fünf Trends – vom unauffälligen Look bis zu Kollagen-Boostern und Polynukleotiden.

Dermatologe Daniel Fuchs sieht für 2026 einen Kurswechsel: weniger „Overdone“, mehr natürlicher Look. Das sagte der Zürcher Arzt nach dem Imcas-Kongress in Paris (4. Februar 2026). Injektionen bleiben präsent – von Nervengift mit mehr Mimik bis zum Hype um „Salmon-Sperm“. Gleichzeitig rücken Themen wie Hautqualität und Gesichtsbehandlungen stärker in den Fokus.

Trendwechsel: Natürlichkeit statt „Overdone-Look“

Frau mit natürlichem, frischem Look in einer dermatologischen Praxis

Auf dem Imcas-Kongress in Paris mit rund 25’000 Teilnehmenden beobachtet der Zürcher Dermatologe Daniel Fuchs (63) einen klaren Shift: Weg vom sichtbar „gemachten“ Gesicht, hin zu einem frischen Eindruck, der nach der eigenen Person aussieht – wie Blick am 04.02.2026 berichtete.

Extrem betonte Lippen und Wangen sowie das sogenannte „Pillow-Face“ seien zunehmend „out“, so Fuchs. Sein Punkt ist dabei nicht „nichts machen“, sondern: Behandlungen sollen nicht sofort erkennbar sein.

„Frauen wollen nicht mehr gemacht aussehen, sondern frisch, elegant, wieder nach sich selbst. Was gemacht wird, soll nicht so aussehen“, sagt Fuchs. Als Beispiel für diesen natürlicheren Eindruck nennt er Oscar-Preisträgerin Halle Berry (59).

Warum das für Kundinnen in Studios und Kliniken relevant ist: Wenn der Trend zu subtileren Ergebnissen geht, werden „Glow“ und Hautqualität in der Kommunikation wichtiger als sichtbar mehr Volumen. Ein ähnlicher Fokus zeigt sich auch im Überblick Beauty-Trends 2026: Individualität statt Perfektion.

Injektionen bleiben Thema: Nervengift, Abnehmspritzen, Kollagen, Polynukleotide

Trotz des Natürlichkeits-Trends bleiben Injektionen laut Fuchs „Nummer eins“ – nur mit anderer Zielsetzung: möglichst glatt, aber mit natürlicher Mimik. Als Trendbeispiel nennt er „Prinzessin Kate“; eine Nutzung werde in Fachkreisen vermutet, öffentlich bestätigt sei das bei vielen Prominenten nicht. Eine Gesichtsunterspritzung koste in der Schweiz laut Artikel rund 800 Franken.

Parallel boomen Abnehmspritzen. Fuchs beschreibt als Risiko ein eingefallenes, älter wirkendes Gesicht. In den USA nähmen schätzungsweise 20 Prozent (rund 70 Mio.) die Spritze. In der Schweiz wachse der Trend vor allem bei 30- bis 60-Jährigen; die monatlichen Kosten lägen bei rund 500 Franken.

Ein Comeback sieht Fuchs auch bei Biostimulatoren als Kollagen-Booster: langsamer Kollagenaufbau, „nie aufgepumpt“. Für 2–3 Sitzungen im Gesicht nennt der Artikel rund 2500 Franken.

Am meisten Aufmerksamkeit bekommt „Salmon-Sperm“: Polynukleotide (vorwiegend aus Lachs-Sperma) sollen Glow und eine bessere Hauttextur bringen – ohne extra Volumen. Genannt werden Anwendungen oft um die Augen; fürs ganze Gesicht 500–800 Franken. Fuchs betont, dass Behandlungen medizinisch abgeklärt werden sollten, und warnt ausdrücklich vor Online-Käufen und Selbstinjektionen. Für alle, die bei „Glow“ eher an schonendere, nicht-invasive Ansätze denken, lohnt sich als Einordnung auch ein Blick auf Aquafacial in der apparativen Kosmetologie.

Der Trendbericht von Daniel Fuchs ordnet zwei Entwicklungen: mehr Wunsch nach unauffälligen Ergebnissen – und zugleich neue „Glow“-Behandlungen, die international schnell Aufmerksamkeit bekommen. Für die Beauty-Branche wird damit Hautqualität zum wichtigsten Verkaufsargument, nicht Volumen.

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Wer regelmäßig Beauty-News und Trend-Updates lesen möchte, findet hier laufend neue kompakte Einordnungen.

Beauty-Trends 2026: Natürlichkeit und „Salmon-Sperm“
Maria Petrenko February 5, 2026
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