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CES: L’Oréal zeigt ultradünne LED-Gesichtsmaske

Mit Lichttherapie-Devices für zuhause will der Konzern die Lücke zwischen Studio und Home-Care verkleinern – plus ein patentiertes Infrarot-Glätteisen.

Düsseldorf/Las Vegas, 10.01.2026: L’Oréal hat auf der CES eine etwa millimeterdünne LED-Gesichtsmaske vorgestellt – und ein Glätteisen, das mit Infrarotlicht arbeiten soll. Beide Neuheiten zielen auf den wachsenden Markt für Beautygeräte im Heimgebrauch und auf Anwendungen zwischen einer professionellen Gesichtsbehandlung im Studio und Zuhause.

Die CES-Neuheiten: LED-Maske und Infrarot-Glätteisen

Person trägt eine ultradünne LED-Gesichtsmaske in einer ruhigen Wohnumgebung

L’Oréal hat in Las Vegas zwei Geräte präsentiert, die Beauty-Technologie stärker ins Zuhause bringen sollen: eine ultradünne LED-Gesichtsmaske und ein neues Glätteisen mit Infrarotlicht.

Die Maske soll nach Angaben aus dem Umfeld des Konzerns nur rund einen Millimeter dick sein – und damit deutlich weniger sperrig als viele bisher bekannte Modelle. L’Oréal positioniert sie als Gerät gegen Falten und müde wirkende Haut. Geplant ist außerdem eine Variante für die empfindliche Haut unterhalb der Augen.

Innovationschef Guive Balooch begründet den Vorstoß mit einer aus seiner Sicht zu großen Lücke zwischen professionellen Studio-Anwendungen – etwa aus der apparativen Kosmetologie – und dem, was Kundinnen und Kunden zu Hause umsetzen können. Für 2026 setzt L’Oréal dabei strategisch auf Lichttherapie.

Das zweite Produkt ist ein Glätteisen, das mithilfe von Infrarotlicht „deutlich schonender“ sein soll als herkömmliche Geräte. Die Infrarottechnik ist laut Unternehmen patentiert.

Markttrend und Einordnung: Zuhause ergänzt das Studio

Der Markt für „Beauty Devices“ wächst – und damit der Druck, Produkte bequemer und alltagstauglicher zu machen. Verschiedene Analysen rechnen laut Bericht mit 15 bis 17 Prozent Wachstum pro Jahr und sehen bis 2035 ein Volumen von bis zu 380 Milliarden US-Dollar. Data Horizzon Research beziffert den Markt 2024 auf 1,2 Milliarden US-Dollar und erwartet bis 2033 rund 2,5 Milliarden US-Dollar bei fast neun Prozent CAGR.

Balooch nennt Tragekomfort und Optik als Hürden für LED-Masken, die bislang oft Nischenprodukte waren. Die neue Maske wurde laut L’Oréal mit Unterstützung von I-Smart-Developments entwickelt und soll ohne zusätzliche Cremes oder Geräte funktionieren; zudem sei sie mit Pflege anderer Anbieter kombinierbar.

Zur Wirksamkeit bleibt die Darstellung vorsichtig: Das Licht soll in tiefere Hautschichten dringen und die Zellerneuerung anregen, ein langfristiger Anti-Aging-Effekt ist wissenschaftlich aber noch nicht abschließend geklärt.

Für Salon- und Spa-Kundschaft ist diese Entwicklung relevant, weil sie Erwartungen an Ergebnisse und „Zwischenlösungen“ prägt: Home-Devices können eine apparative Gesichtsbehandlung wie Aquafacial im Studio ergänzen, werden sie aber nicht automatisch ersetzen. Das betont auch Babor-Co-Geschäftsführer Tim Waller; LED-Angebote ermöglicht Babor demnach über eine Partnerschaft mit Hydrafacial.

Wenn Sie Beauty-Tech und Home-Devices spannend finden: mary4.beauty liefert regelmäßig News und Einordnungen zu Trends und Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Studio und Home-Care.

L’Oréal setzt mit der ultradünnen LED-Gesichtsmaske und dem Infrarot-Glätteisen auf einen Trend, der Home-Care näher an Studio-Standards rücken soll. Entscheidend bleibt, wie komfortabel die Geräte im Alltag sind – und wie belastbar die langfristigen LED-Versprechen am Ende ausfallen.

CES: L’Oréal zeigt ultradünne LED-Gesichtsmaske
Maria Petrenko January 12, 2026
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